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Schüleraustausch Kehl

17. 12. 12

Für 14 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer begann am Montag, den 27.11.2017 eine spannende, lehrreiche und lustige Woche.

Die Reise startete um 5:30 Uhr am Warener Bahnhof mit einer 7,5 stündigen Zugfahrt nach Kehl. Zwischendurch hatten wir etwa eine Stunde Aufenthalt im Berliner Hauptbahnhof und 8 Minuten Zeit, um in Offenburg die Bahn zu wechseln. Als wir schließlich gegen 15:30 Uhr die Jugendherberge in Kehl, nicht weit vom Rhein entfernt, erreichten, erhielten alle ihre Zimmerschlüssel und verstauten schon einmal ihre Koffer. Die Mädchen teilten sich jeweils 4-Bett-Zimmer und die Jungs wohnten in einem 2-Bett-Zimmer. Wer wollte, konnte erstmalig die Kehler Innenstadt oder einfach die Jugendherberge und ihre Außenanlagen erkunden. Am Abend nach dem Essen, als auch die Franzosen eingetroffen waren, trafen sich alle Schüler zu einem ersten Kennenlernen.
Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen auf zum Bahnhof, von wo aus wir mit der Tram nach Strasbourg ins Canopé - ein Institut zur Vorbereitung von Lehrern - fuhren. Unsere Aufgabe war es, in deutsch-französischen Gruppen Daten zu Tomi Ungerer, einem Kinderbuchautor und Karikaturisten, herauszuarbeiten. Am Nachmittag besuchten wir den Weihnachtsmarkt in Strasbourg und nahmen an einer Stadtführung teil, während der wir auch die Kathedrale betreten konnten.
Mittwoch fuhren wir ins Europäische Parlament. Dort führte uns ein junger Mann durchs Gebäude und erklärte uns wichtige Fakten – hauptsächlich auf Französisch. Den Abschluss bildete ein Fahnenratespiel der Mitgliedsstaaten der EU: Franzosen gegen Deutschen. Anschließend besichtigten wir den Weinkeller eines alten Krankenhauses, sahen den ältesten Weißwein dort und hatten eine Saftprobe. Am Abend trafen wir uns wieder in sprachlich gemischten Gruppen und erledigten die von unseren Lehrern vorgegebenen Aufgaben.
Jeden Abend blieb etwas individuelle Zeit für Spiele, Gespräche oder Spaziergänge.
Der Donnerstag begann mit einem Besuch im Handwerksmuseum in Kork. Dort führte uns ein 88-jähriger Mann durch die Ausstellung, in der u.a. (fast) ausgestorbene Handwerksberufe gezeigt werden und erklärte geschichtliche Hintergründe zur Region Elsass, in der sich die Stadt Strasbourg befindet. Daraufhin folgte eine Stadtrallye in Kehl, die wir wieder in deutsch-französischen Gruppen durchführten.
Am Freitag, dem vorletzten Tag, gingen wir wieder ins Canopé und erledigten weitere Aufgaben, bevor wir nach einer kleinen Shoppingtour in Strasbourg Einblick in das Tomi-Ungerer-Museum erhielten. Hier fertigten wir unsere eigenen Zeichnungen an und betrachteten die teilweise sehr abstrakten Werke Ungerers. Abends trafen sich noch einmal alle Schüler und Lehrer zur Auswertung der Stadtrallye und einigen abschließenden Worten.
Samstagmorgen wurden die restlichen Sachen in die Koffer gepackt, Frühstück gegessen und die Zimmer sauber gemacht. Anschließend verabschiedeten wir uns von unseren neu gewonnenen Freunden und traten um 10:00 Uhr die Heimreise mit dem Zug an.

Alles in allem ein toller, interessanter und bildender Ausflug.